„Der Resonanzboden ist mit Blumen, Früchten und Tieren bemalt und mit einer hellblauen Zierbordüre versehen. Rund um den Resonanzboden sind die Wände mit Blockdruck-Tapeten geschmückt. Der Deckel ziert ein später hinzugefügtes Landschaftsgemälde, eine idyllische Bachlandschaft mit vier Staffagefiguren: Der Betrachter sieht einen Jungen, der konzentriert ins Wasser blickt, eine junge Frau, die Proviant oder Ähnliches nach Hause trägt, sowie ein Paar, das ebenfalls nur von hinten zu sehen ist. Eine Brücke und eine Mühle beleben die ländliche Szene.“ Würden die entsprechenden Fachbegriffe „Resonanzboden“, „Zierbordüre“ oder „Deckel“ fehlen, würde der Leser diese lebhafte, blumige Beschreibung kaum mit einem Tasteninstrument in Verbindung bringen. So beschreibt der renommierte Cembalist und Experte für historische Aufführungspraxis und Basso continuo, Wolfgang Brunner, das Instrument von Andreas Ruckers aus dem Jahr 1628, das aus der flämischen Cembalo-Dynastie der Familie Ruckers stammt und auf dieser Aufnahme mit den sechs französischen Suiten von Johann Sebastian Bach zu hören ist. Eine entsprechend blumige, im beste Sinne ‚barocke‘ Interpretation dieses Bachschen Kernrepertoires ist zu erwarten.