Im Frühsommer 1929, nach seiner Rückkehr aus Deutschland, begab sich der österreichische Komponist Ernst Krenek in Begleitung seiner Eltern und seiner zweiten Frau Berta auf eine zwanzig Tage dauernde Reise durch die österreichischen Alpen. Die längeren Strecken zwischen den 14 Etappen legten sie mit Bus und Bahn zurück, von wo aus sie ihre Wanderungen und Ausflüge unternahmen. Ihre Route führte sie von Wien in die Obersteiermark, ins Salzkammergut, nach Kärnten und Osttirol und dann über Niederösterreich zurück nach Wien. Auf dieser Reise ist Krenek nicht nur ein reisender Komponist, sondern vielmehr ein Dichter, Bühnenbildner und Philosoph, der den Zeitgeist seiner Heimat nachzeichnet. Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Wien machte er sich an die Arbeit und schuf, während die Eindrücke der Reise noch frisch waren, fast gleichzeitig die Musik und den Text für den Liederzyklus. Der österreichische Tenor Alexander Kaimbacher und Anna Sushon am Klavier präsentieren das unterhaltsame, oft humorvolle „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“: 20 Lieder über das Reisen, das Land und seine Menschen, das Wetter und ähnliche reisebezogene Themen. Kreneks Musik umfasst verschiedene Kompositionsstile und nimmt mehrfach Bezug auf Liederzyklen, insbesondere auf Schuberts „Winterreise“.