Mit den „12 Études“ legt der irische Komponist und Gitarrist Benjamin Dwyer einen interessanten Beitrag zur zeitgenössischen Gitarrenliteratur vor. Der Zyklus verbindet technische Virtuosität mit einer bemerkenswerten Vielfalt an Ausdrucksformen und knüpft zugleich an die Tradition großer Etüdenwerke von Heitor Villa-Lobos bis György Ligeti an. Dabei entsteht ein facettenreiches Panorama der Möglichkeiten der modernen Konzertgitarre.
Interpretin dieser anspruchsvollen Werke ist die griechische Gitarristin Smaro Gregoriadou, die sich in den vergangenen Jahren als profilierte Vertreterin des internationalen Gitarrenrepertoires etabliert hat. Mit technischer Souveränität, klanglicher Fantasie und großem Gespür für die unterschiedlichen Charaktere der Stücke macht sie Dwyers vielschichtigen Kosmos unmittelbar erfahrbar.
So entsteht die Begegnung zweier außergewöhnlicher Künstlerpersönlichkeiten, die die Ausdruckskraft und Vielseitigkeit der Gitarre im 21. Jahrhundert eindrucksvoll ausloten.