Die Geigerin Cristina Prats Costa debütiert mit ihrem Soloalbum „Spiritillo Mediterraneo“, einem lebendigen Porträt der Klangwelt der Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts, die von den Kulturen des Mittelmeerraums geprägt ist. Inspiriert von Andrea Falconieris „Il Spiritillo Brando“, nimmt das Album den Spiritillo – einen schelmischen, animierenden Geist – als Metapher für die barocke Fantasie: ein Reich der Erfindung, der Improvisation und des reich verzierten Dialogs. Das Mittelmeer erscheint hier nicht als Grenze, sondern als Kreuzung, an der italienische Virtuosität, spanisches rhythmisches Feuer und französische Eleganz aufeinandertreffen. Musik von Andrea Falconieri, Nicola Matteis, Gaspar Sanz, Santiago de Murcia, José de Nebra, Heinrich Biber, Jean-Féry Rebel und Antonio Vivaldi spiegelt diesen Austausch wider, der durch die Verwendung von Kastagnetten, die eine unverwechselbare iberische rhythmische Vitalität beitragen, lebhaft gefärbt ist. Die spanischen Stücke erscheinen in Cristina Prats Costas eigenen Arrangements, und machen die musikalische Reise des Albums noch persönlicher. Spiritillo Mediterraneo" ist ein sehr persönliches Album, das auch Cristina Prats Costas eigenen künstlerischen Weg widerspiegelt. Verwurzelt in ihrem spanischen Erbe und geprägt von jahrelangen Auftritten in Europa, Nord- und Südamerika und Asien, stellt das Album die Ornamentik in den Mittelpunkt - nicht als Dekoration, sondern als Erzählung. Mit italienischer Brillanz, französischer Raffinesse und dem erdigen Puls spanischer Tanz- und Gitarrentraditionen vereinen diese Interpretationen historische Erkenntnisse mit einer individuellen Stimme. Das Ergebnis ist eine Aufnahme voller rhythmischer Energie, Intimität und Farbe, die von einem neugierigen, agilen und lebendigen Geist geleitet wird.