In „Addio Amore“ präsentieren das Kammerorchester Basel, die Sopranistin Jeanine De Bique und der Countertenor Terry Wey ein Programm von durchdringender Intensität und raffinierter Ausdruckskraft, das die fragile Grenze zwischen Liebe und Verlust in der Oper des 18. Jahrhunderts auslotet. Inspiriert von einer Welt, in der das Singen nicht bloß Ausdruck von Virtuosität war, sondern die direkteste Sprache des Herzens, lotet diese Aufnahme den emotionalen Kern des Abschieds aus – jenem Moment, in dem Liebende, Freunde und Helden voneinander getrennt werden und die Musik zur einzigen Quelle des Trostes wird. Anhand von Arien und Duetten von beeindruckender Intimität zeigt das Album, wie Komponisten von Tomaso Albinoni bis Johann Adolph Hasse Trennung, Verlassenheit und Tod in einige der ergreifendsten musikalischen Äußerungen ihrer Zeit verwandelten und so eine gemeinsame Sprache der Ausdrucks Extreme schufen, in der Zärtlichkeit und Trauer Seite an Seite existieren.
Jeanine De Biques Repertoire reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie studierte an der renommierten Manhattan School of Music (MSM) in New York, nahm an Meisterkursen bei Renée Fleming, Marilyn Horne, Catherine Malfitano und Thomas Hampson teil und trat in den USA und verschiedenen Ländern Europas als Opern- und Konzertsängerin auf.
Der ehemalige Wiener Sängerknabe Terry Wey ist ebenfalls sehr vielseitig, aber ein Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens ist die Renaissance-Musik – daher gründete er das Vokalensemble Cinquecento. Er verfügt über eine umfangreiche Diskographie und ist auf diversen DVDs zu sehen.