Der Organist Lukas Hasler präsentiert „Gold“, ein strahlendes Debütalbum mit eigenen Transkriptionen und Arrangements für die Orgel. Was vor fünf Jahren mit der Faszination für Wolfgang Amadeus Mozarts „G-Dur-Sonate“ in Edvard Griegs Fassung für zwei Klaviere begann, entwickelte sich zu einer künstlerischen Reise in die transformative Welt der Transkription. Hasler entdeckte in der Orgel ein Instrument, das nicht nur orchestrale und pianistische Texturen nachbilden, sondern sie zu etwas völlig Neuem umgestalten kann. Um diese Vision zu verwirklichen, wandte er sich an den legendären Goldenen Saal des Musikvereins in Wien, dessen Ausdrucksmöglichkeiten und strahlende Akustik sowohl die Auswahl des Repertoires als auch den Titel des Albums inspirierten. „Gold“ bietet ein reichhaltiges Spektrum an Farben und Stilen, von der jubelnden Brillanz von Johann Sebastian Bachs „Sinfonia“ (in Duprés lebhafter Transkription) bis zur zarten Intimität von Robert Schumanns „Romanze“, die hier zum ersten Mal auf der Orgel aufgenommen wurde. Hasler verleiht Edwin H. Lemares Arrangement von „Carmen Fantasy“ Theater-Flair, Ludwig van Beethovens „Mondschein“-Adagio wird mit großer Ruhe bedacht und Anton Bruckners „Nullte Scherzo“ mit sinfonischer Vitalität, während Mozarts „G-Dur-Sonate“ – gefiltert durch Edvard Griegs Fantasie und Haslers eigene Kunstfertigkeit – eine Brücke zwischen klassischer Klarheit und romantischer Wärme schlägt. Sergei Rachmaninoffs stürmisches „Prélude“, Louis J.-A. Lefébure-Wélés funkelnder „Boléro“ und das verspielte, genreübergreifende „Vienna Calling“ vervollständigen ein Programm, das Erfindungsreichtum, Persönlichkeit und den goldenen Reichtum des Wiener Orgelklangs feiert.