In „Dialogos“ begeben sich Holland Baroque und Constantinople auf eine musikalische Reise, die von einer der bemerkenswertesten Begegnungen der Geschichte inspiriert ist: dem Treffen zwischen dem Heiligen Franz von Assisi und Sultan Malik al-Kamil während des Fünften Kreuzzugs im Jahr 1219. Acht Jahrhunderte später wird ihre Geste der Offenheit zum kreativen Funken für diese Zusammenarbeit – ein Treffen nicht der Glaubensrichtungen oder Institutionen, sondern der menschlichen Stimmen und des gegenseitigen Respekts. Ausgehend von alten Quellen wie dem „Laudario di Cortona“ und den Werken des polnischen Musikers Ali Ufki (Wojciech Bobowski) aus dem 17. Jahrhundert spinnen die Ensembles neue Kompositionen, in denen persische, osmanische und frühe westliche Barocktraditionen miteinander verschmelzen. Unter der künstlerischen Leitung von Kiya Tabassian sowie Judith und Tineke Steenbrink wird die Musik zu einem lebendigen Dialog – einem Gespräch aus Klangfarben und Geschichten, das das Zuhören über die Spaltung und die Resonanz über den Konflikt stellt. Jede Note spiegelt eine Begegnung der Kulturen wider, in der das Alte das Neue inspiriert und in der Frieden im Klang beginnt. Bekannt für ihre kreative Neuinterpretation des Barockrepertoires und interkulturelle Begegnungen, leben sowohl Holland Baroque als auch das in Montreal ansässige Ensemble Constantinople von Zusammenarbeit und stilistischer Erkundung. Ihr Zusammentreffen in Dialogos setzt eine kreative Tradition fort, zu der auch die jüngsten Aufnahmen von Holland Baroque gehören: „Bachs Königin” und „Metamorphosis”.