Die Kammermusik von Franco Margola für Gitarre entstand vor allem in seinen späten Jahren. Obwohl Margola ursprünglich Geiger war, schrieb er seit 1967 mehr als 450 Werke für Gitarre. Seine Musik verbindet neoklassische Klarheit mit barock geprägtem Kontrapunkt und bleibt bewusst fern von den avantgardistischen Strömungen seiner Zeit.
Im Zentrum dieser Aufnahme stehen die „Sonata in Sol maggiore“ dC 242 und die „Sonatina“ dC 259 für Violine und Gitarre aus den Jahren 1979 und 1980. Ergänzt werden sie durch kürzere Stücke für Violine und Gitarre, Viola und Gitarre sowie Gitarre solo, darunter mehrere bislang unveröffentlichte Werke. Charakteristisch ist die enge kammermusikalische Verbindung der Instrumente: Die Gitarre begleitet nicht nur, sondern übernimmt eine eigenständige, kontrapunktische Rolle.
Es spielen Mauro Tortorelli und Luciano Tortorelli, die sich seit vielen Jahren mit dem italienischen Repertoire des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Mit dieser Einspielung widmen sie sich einem Komponisten, dessen umfangreiches Werk noch immer wenig bekannt ist.