Die Brüder Hans Enflo (Violine) und Per Enflo (Klavier) widmen sich auf diesem Album drei spätromantischen Violinsonaten ihrer Heimat Schweden. Sie rücken dabei dabei selten gespielte Werke von Svante Sjöberg, Harald Fryklöf und Alice Tegnér in den Mittelpunkt.
Svante Sjöberg, Organist und prägende musikalische Persönlichkeit in Karlskrona, studierte unter anderem bei Max Bruch in Berlin. Seine 1899 veröffentlichte Violinsonate verbindet melodische Klarheit mit frischer Erfindungskraft und ist (nach aktuellem Kenntnisstand) erstmals auf Tonträger zu hören. Harald Fryklöfs Sonate arbeitet mit zyklischen Rückbezügen zwischen den Sätzen und verbindet spätromantische Ausdruckskraft mit formaler Geschlossenheit. Die Sonate besteht formal aus drei notierten Sätzen, wirkt jedoch durch einen angehängten Abschnitt wie ein viersätziges Werk. Alice Tegnérs Violinsonate a-Moll von 1901 blieb zu Lebzeiten unveröffentlicht und war lange nur als Manuskript zugänglich. Ihr Werk verbindet den Einfluss von Mendelssohn und Gade mit einer überraschenden harmonischen und dennoch natürlich wirkenden Wendungen.