Nach seinen gefeierten Aufnahmen der Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach sowie von Werken von Igor Strawinski, Béla Bartók, Bohuslav Martinů und Karol Szymanowski präsentiert Frank Peter Zimmermann nun Edward Elgars einziges Violinkonzert op. 61, ein monumentales Werk, das aufgrund seiner intensiven Emotionalität und bemerkenswerten Länge für jeden Geiger eine enorme Herausforderung darstellt. Er spielt es gemeinsam mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Edward Gardner.
Elgar widmete das Werk dem legendären Geiger Fritz Kreisler, der nach der ersten Aufführung zu ihm sagte: „Sie haben ein unsterbliches Werk geschrieben.“ Trotz seiner enormen technischen Anforderungen ist das Werk seit seiner Uraufführung im Jahr 1910 fester Bestandteil des Kernrepertoires von Geigern. Die ständigen Tempowechsel und die vielen subtilen Nuancen schaffen eine zutiefst persönliche Erzählung, die eine komplexe Gefühlswelt widerspiegelt. Diese tiefgründigen Feinheiten erfordern vom Solisten immense Vorstellungskraft und Konzentration, da er Stimmungswechsel mit der Beweglichkeit eines Opernsängers meistern muss.