| Home / NEUHEITEN Mendelssohn: Sinfonie Nr. 2 |
Masaaki Suzuki und das Bach Collegium Japan, bekannt für ihre maßgeblichen Interpretationen der Vokalmusik von Johann Sebastian Bach, haben auch für ihre Aufnahmen bedeutender Chor- und Orchesterwerke, darunter Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“ und „Messe in c-Moll“, Beethovens „Missa Solemnis“ und „Sinfonie Nr. 9“ sowie Johannes Brahms' „Ein deutsches Requiem“ viel Zuspruch von der Presse erhalten. In ihrem neuesten Projekt widmen sie sich Felix Mendelssohns Sinfonie-Kantate, der Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“. Das für Solisten, Chor und Orchester komponierte Werk besteht aus drei sinfonischen Sätzen und einem Schlusschor – eine Struktur, die deutlich an Beethovens Neunte Sinfonie erinnert. Mendelssohn geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem er den abschließenden Kantaten-Teil auf zwei Drittel der Gesamtdauer des Werks ausdehnt. Der Text basiert auf Bibelauszügen und eigens in Auftrag gegebenen Gedichten. Die ersten sinfonischen Sätze, die von der deutschen Romantik geprägt sind, wechseln sich kunstvoll mit choralartigen Passagen ab und stellen eine tiefe Verbindung zur alten Kantatentradition her, die das monumentale Finale prägt. Das Werk wurde in der Thomaskirche in Leipzig (derselben Kirche, in der Mendelssohns Held Johann Sebastian Bach einst tätig war) uraufgeführt und feiert den 400. Jahrestag der Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg. Es war sofort ein durchschlagender Erfolg und wurde schnell zu einem der meistgespielten Werke zu Mendelssohns Lebzeiten.