Der ausgesprochen produktive finnische Komponist Kalevi Aho widmet sich regelmäßig groß angelegten Kompositionen, in denen er sein gesamtes künstlerisches Können unter Beweis stellt. Die Sinfonie Nr. 17 ist ein Beispiel für diese Tendenz und stellt sein bislang ambitioniertestes Orchesterwerk dar. Die Sinfonie erfordert ein großes Orchester, in dem auch weniger gebräuchliche Instrumente wie das Lupophon, eine Variante der Baritonoboe, und das Contraforte, ein akustisch verstärktes Kontrafagott, zum Einsatz kommen. Der erste Satz, „From the Deep“, der auch als eigenständige sinfonische Dichtung aufgeführt werden kann, schafft eine düstere und tiefgründige Atmosphäre. Der zweite Satz, „Scherzo macabre“, suggeriert einen makabren Tanz des Todes. Das Finale, „Distant Songs“, zeichnet sich durch musikalische Wechsel aus, die an ferne Zeiten, Tänze und Lieder erinnern, bevor es schließlich in die Gegenwart zurückkehrt. Nach ihrer triumphalen Uraufführung im Jahr 2019 wurde die Sinfonie sofort als Meisterwerk innerhalb des Œuvres von Kalevi Aho gefeiert. Das Lahti Symphony Orchestra unter der Leitung von Erkki Lasonpalo war der Interpret dieser Weltersteinspielung. Der Komponist wohnte der Aufnahme bei.