Pianist Leif Ove Andsnes spielt die Sonate Nr. 29 „Sonata etere“ und „Folk Tunes“ des norwegischen Komponisten Geirr Tveitt, sowie eine Auswahl seiner Lieder – hier ist auch seine Schwester Solveig Andsnes zu hören. Es war ein gewagter Schritt, als Leif Ove Andsnes beschloss, in den Jahren 2024 und 2025 Geirr Tveitts Klaviersonate Nr. 29 „Sonate etere“ in 35 Konzerten in Europa und Nordamerika aufzuführen. Ob kühn oder nicht, das Publikum war begeistert, und seine Aufführung von Geirr Tveitts Sonate Nr. 29 in der Carnegie Hall wurde von der New York Times als eine der ‚besten klassischen Aufführungen des Jahres 2025’ gefeiert. 1970 zerstörte ein verheerender Brand das Haus von Geirr Tveitt, und schätzungsweise 300 Kompositionen verbrannten zu Asche. Etwa 80 % seines Werks gingen für immer verloren, darunter alle Klaviersonaten, die er geschrieben hat, mit Ausnahme der Sonate Nr. 29 „Sonata etere“. Diese Sonate überlebte nur, weil sie an den Norsk Musikkforlag geschickt worden war, um veröffentlicht zu werden. Nach Andsnes' Worten ist die „Sonata etere“ ‚ein gigantisches Stück Musik, das auf zwei einfachen Melodien mit vielen Variationen aufgebaut ist. Es ist ein schwer zu spielendes Stück, aber sehr lohnend. Mit russischen rhythmischen Einflüssen, kombiniert mit Anklängen an französische Musik und Volksmusik, befindet sich Tveitt wirklich in einer ganz eigenen Welt. Es ist fantastisch farbenreich in seiner Komposition für das Instrument, voller Spannung in seiner Architektur, Harmonie und seinem Rhythmus.' Die „Femti folkatonar fråo Hardanger“ (Fünfzig Volkslieder aus Hardanger) sind Vertonungen von Gedichten wichtiger norwegischer Dichter, in denen Tweitt volkstümliche Elemente mit modernistischer Harmonik verwebt.