Die Auswahl der Stücke auf diesem Album des Geigers Mikołaj Zgółka und des Pianisten Piotr Pawlak soll verschiedene Phasen der kompositorischen Entwicklung von Henryk Wieniawski aufzeigen – vom jugendlichen „Allegro de Sonate“, das er gemeinsam mit seinem Bruder Joseph schrieb und Stanisław Moniuszko widmete, bis hin zu den späten Werken „Fantaisie Orientale“ und „Gigue“. Wieniawski inspirierte seine Zeitgenossen und fasziniert auch heute noch; sein Œuvre bleibt ein Maßstab für die Meisterschaft des Violinspiels. Dank moderner Fortschritte in Technik, Ausrüstung und Pädagogik sind seine Werke zunehmend zugänglich. Dennoch darf man nicht vergessen, unter welchen Bedingungen Wieniawski arbeitete: Er spielte auf Darmsaiten, war ständig auf Reisen, traf die einflussreichsten Persönlichkeiten Europas, wurde von einigen bewundert und von anderen gehasst, konkurrierte mit Bauchrednern und Komikern und begegnete dennoch Legenden wie Franz Liszt, Charles de Bériot, Richard Wagner, Karol Lipiński und Stanisław Moniuszko. Mikołaj Zgółka spielt eine Violine von Raffaele & Antonio Gagliano aus Neapel aus dem Jahr 1839. Piotr Pawlak spielt ein Blüthner-Klavier aus dem Jahr 1853.