Stellen Sie sich vor: Tierstimmen werden zu Klangbausteinen – gesampelt, arrangiert wie Noten in einer Partitur, und treten in einen Dialog mit klassischen Instrumenten. So entsteht eine außergewöhnliche Klangwelt, in der sich Natur und Musik auf faszinierende Weise begegnen. Ob Fledermausgesänge, die aus dem Ultraschallbereich in unsere Hörwelt übersetzt und mit dem feinen Ton eines Cellos verschmelzen, oder das Zusammenspiel von Wal-, Delfin- und Wolfsgesängen mit einem Streichorchester – jedes Stück auf diesem Album erzählt von der berührenden Verbindung zwischen Mensch und Tier.
In „Fable Ineffable“ wird diese Beziehung beinahe spirituell erfahrbar. „Rest Forest“ lässt mit den Stimmen von Elefanten, Luchsen, Bären und Schakalen eine friedvolle Klanglandschaft entstehen. Und „The Prey’s Prayer“ lädt ein in ein imaginäres Vogelhaus, wo gesampelte Vogelrufe und Flöten wie eine meditative Reflexion über das Leben klingen – aus Sicht der Vögel oder der Menschen. Vielleicht beider. „The bat's song“ schließlich bringt das Unhörbare zum Klingen – ein Chor der Nacht, begleitet von der leisen Stimme des Cellos. Ein einzigartiges Hörerlebnis zwischen Natur und Komposition – tierisch ungewöhnlich und zutiefst menschlich.
Der Komponist und Cellist Jean-Paul Dessy hat diesen ‚Tierstimmen-Zyklus' teilweise mit seinem Ensemble Musiques Nouvelles aufgenommen, bei anderen Werken ist er Duo- und Dialog-Partner der Tiere.