Der Klassizismus, der in Wien mit Mozart und Haydn seinen Anfang nahm, wurde später von Prokofjew in Russland, Poulenc in Frankreich und – ganz unerwartet – von Villa-Lobos in Brasilien wieder aufgegriffen. Jeder dieser Komponisten interpretierte diese Tradition auf neue Weise durch eine funkelnde, moderne und energiegeladene Brille, die von seinem eigenen kulturellen Erbe geprägt war. Nun führt die brasilianische Dirigentin Simone Menezes das ORF Radio-Symphonieorchester Wien durch ein Programm, das uns zurück in die Stadt führt, in der diese Tradition ihren Ursprung hat. Aufgenommen in Wien und mit Prokofjews „Klassischer Sinfonie“, Villa-Lobos’ „Sinfonietta ‚In Memory of Mozart‘“ und Poulencs „Sinfonietta“ schließen diese Aufnahmen den Kreis. Ein Dialog über Kontinente und Jahrhunderte hinweg, geprägt von Klarheit und Kontrast – eine lebendige und kosmopolitische Hommage.