Wenn die extravagante Gitarristin Gaëlle Solal vor allem eine Wahrheit begriffen hat, dann die, dass manche Wege erst gewunden sein müssen, bevor sie ans Ziel führen. Ihre enge Zusammenarbeit mit brasilianischen Musikern, sei es in Rio oder weit darüber hinaus, hat ihr nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch die mühelose Leichtigkeit der Carioca-Rhythmen, die seit mehr als einem Jahrhundert unsere musikalische Vorstellungskraft prägen.
Von Choro bis Maxixe entführen uns diese nostalgischen oder lebhaften Stücke an einen Ort auf der Erde, der uns immer wieder fasziniert, gerade weil er sich ständig verändert.
Von den Wurzeln des Brejeiro über das Konzert von Heitor Villa-Lobos bis hin zum leuchtenden populären Instinkt von Chiquinha Gonzaga führt uns Gaëlle Solal zu einer inspirierten Feier des magischen Mythos des Saci. Hier, durch die Stimme der Komponistin Clarice Assad, ist dieser schelmische Geist von Rio zu einem Konzert für das herausragende Instrument Brasiliens geworden, von dem wir schon lange geträumt haben, es so hautnah zu hören.