Mit Loop Tales bringen Camille El Bacha und Naghib Shanbehzadeh das westliche klassische Klavier in einen Dialog mit persischer und nahöstlicher Perkussion. Das Klavier lässt dabei mitunter Anklänge an Bach, Mozart, Beethoven, Ravel und Steve Reich anklingen, während Zarb, Dohol, Kouzeh, Daf und Bendir eine lebendige, organische rhythmische Textur beisteuern. Jedes Stück entfaltet sich als eine sich wiederholende Erzählung, aufgebaut auf Repetition und sich entwickelnden Zyklen, die sich allmählich verwandeln. In diesem Dialog verweben Klavier und Perkussion einen immersiven Kontrapunkt, in dem Texturen, Bewegung und musikalische Traditionen aufeinandertreffen und einen Klangraum schaffen, Kulturen sich begegnen und neu erfinden. Verankert in dem gemeinsamen Wunsch, Wiederholung als lebendiges musikalisches Material zu erforschen, lädt das Album die Hörerinnen und Hörer in eine intime und zugleich weitläufige Klangwelt ein, die von subtilen Variationen, Resonanz und rhythmischer Energie geprägt ist. Fließend bewegend zwischen meditativen Atmosphären, pulsierender Dynamik und Momenten angehaltener Zeit bietet Loop Tales ein unverwechselbares Hörerlebnis, das im Spannungsfeld von zeitgenössischer Klassik, Minimalismus und interkultureller Musiklandschaft nachhallt. Die Konzertpianistin, Komponistin und Improvisatorin Camille El Bacha hat eine persönliche musikalische Sprache entwickelt, die klassisches Erbe mit zeitgenössischer Kreativität verbindet. Der Perkussion-Virtuose Naghib Shanbehzadeh aus den reichen rhythmischen Traditionen des Südiran und bringt eine zugleich feinsinnige wie kraftvolle Klangpalette ein. Gemeinsam gestalten sie eine musikalische Reise, in der Dialog, kultureller Austausch und imaginative Wechselwirkung im Zentrum des Projekts stehen.