Die Werke von Nikolai Mjaskowski, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, sind noch weitgehend unerforscht. Das Ural Youth Symphony Orchestra und Alexander Rudin setzen ihr Projekt zur Wiederbelebung der unbekannten Meisterwerke des Komponisten fort: Seine frühe symphonische Dichtung "Alastor" verkörpert die Sehnsucht eines einsamen romantischen Helden nach einem unerreichbaren Ideal; die Siebte Symphonie ist die Betrachtung eines reifen Künstlers über den Menschen und die Welt; Die Kantate „Der Kreml bei Nacht“, die er spät in seiner Karriere komponierte, drückt Mjaskowskis Liebe zu seinem Vaterland und dessen reicher Geschichte aus. Dies ist die erste Studioaufnahme der Kantate. „Mjaskowskis Werke liegen mir sehr am Herzen“, sagt Alexander Rudin, „seine Musik ist edel, düster, philosophisch und etwas geheimnisvoll; vieles daran ist noch unbekannt. Ausgehend von Tschaikowsky hat Mjaskowski auch Mussorgskys tragische Veranlagung und Vorahnung einer Katastrophe geerbt. Sein innewohnendes Bewusstsein, dass das Leben unruhig, etwas gefährlich und unvorhersehbar war, hing nicht nur mit seiner Zeit zusammen, sondern auch mit seiner Wahrnehmung der Welt.“