Im 17. Jahrhundert erfreute sich die Viola da Gamba in Deutschland einem gewissen Maß an Beliebtheit. Häufig taucht sie gemeinsam mit der Violine in Kompositionen auf, in denen die beiden Instrumente einen Dialog führen, doch verfügte sie auch über ein eigenes Repertoire. Johann Michael Nicolai verbrachte den größten Teil seines Lebens im Dienst des Stuttgarter Hofes und hinterließ mehrere Kompositionen für Ensembles aus zwei oder drei Gamben. Das Ensemble L’Achéron präsentiert hier die gesamten Sonaten und Suiten, in denen sich der Geist der italienischen Sonate mit der französischen Suite verbindet.