Diese Anthologie unbekannter amerikanischer Violinsonaten – die erste einer Reihe – offenbart Musik von erstaunlicher Kunstfertigkeit und Energie. Alle drei Komponisten – Rossetter Gleason Cole, Henry Holden Huss und Henry Schoenefeld, die weniger als zehn Jahre auseinander geboren wurden – gingen zum Studium nach Deutschland, bevor sie zurückkehrten, um das amerikanische Musikleben an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu bereichern. Die schiere Selbstsicherheit ihrer Kompositionen für Violine und Klavier in diesen Sonaten, die in einem kühnen Brahms-Stil gehalten sind, zeigt, wie viel großartige Musik noch entdeckt werden muss, sowohl im Schaffen dieser drei Männer als auch in dem ihrer ‚verlorenen Generation‘ amerikanischer Komponisten im Allgemeinen.