Der Geiger Dmitry Smirnov stellt Eugène Ysaÿes sechs Sonaten für Violine solo op. 27 in den Mittelpunkt eines Programms, das die Werke mit den Musikern verbindet, denen sie gewidmet sind. Ysaÿe komponierte die sechs Sonaten 1923 für bedeutende Geiger seiner Zeit und ließ dabei deren unterschiedliche Persönlichkeiten und Spielweisen in die Musik einfließen.
Smirnov kombiniert die Sonaten mit selten gespielten Werken von Manuel Quiroga, René Chansarel, Mathieu Crickboom, Béla Bartók in einer Bearbeitung von József Szigeti, Leopold Godowsky und George Enescu. Auf diese Weise entsteht ein musikalisches Porträt des künstlerischen Umfelds, aus dem Ysaÿes Sonaten hervorgingen. Zahlreiche dieser ergänzenden Werke liegen hier als Ersteinspielungen vor.
Dmitry Smirnov wird in den Werken für Violine und Klavier von Marco Scilironi begleitet; bei George Enescus „Pastorale, Menuet triste et Nocturne“ für Violine und Klavier zu vier Händen kommt Benedek Horváth hinzu.