Das Album „A Light Exists“ des amerikanischen Pianisten Evan Mitchell versammelt fünf Klavierwerke aus frühen Schaffensphasen von Vítězslava Kaprálová, Alban Berg, Gideon Klein, Samuel Barber und Elliott Carter. Kaprálovás „April-Präludien“ op. 13 entstanden 1937, Bergs Klaviersonate op. 1 bereits 1907/08. Gideon Kleins 1943 entstandene Klaviersonate und Samuel Barbers „Interlude I (Adagio for Jeanne)“ von 1932 ergänzen das Programm, das mit Elliott Carters zweisätziger Klaviersonate von 1945/46 abschließt.
Die fünf Werke entstanden zu einer Zeit, in der sich die Komponisten noch am Anfang ihrer künstlerischen Entwicklung befanden. Während Berg, Barber und Carter ein langes kompositorisches Leben vor sich hatten, starben Kaprálová und Klein bereits im Alter von 25 Jahren – Kaprálová an einer Krankheit, Klein in Auschwitz. Gemeinsam geben die Werke Einblick in unterschiedliche musikalische Wege der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.