Der Schweizer Komponist Richard Flury vollendete seine fünfte Sinfonie 1956 – zu einer Zeit, in der ihre bewusst melodische und tonale Sprache einen deutlichen Gegenentwurf zu den vorherrschenden Strömungen der musikalischen Moderne darstellte. Einflüsse spätromantischer Komponisten wie Anton Bruckner, Richard Strauss und Joseph Marx prägen das Werk ebenso wie Flurys enge Verbundenheit mit der Natur. Die Landschaft seiner Schweizer Heimat bildet einen zentralen Inspirationsraum seines Schaffens und ist selbst in scheinbar abstrakten Werken wie der Sinfonie spürbar präsent. Besonders deutlich tritt diese Nähe zur Natur in den programmatisch angelegten Orchesterstücken und Suiten hervor, die Wälder, Täler und alpine Stimmungen musikalisch reflektieren.
Wie bereits bei den Volumina 3–5 zuvor leitet Paul Mann in diesem sechsten Teil der Gesamteinspielung der Orchesterwerke Flurys das BBC Symphony Orchestra.