Der 1974 in Brooklyn geborene und seit langem in Chicago lebende Myron Silberstein gehört zu der jahrhundertealten Tradition der komponierenden Pianisten. Allerdings liegen seine Wurzeln weniger bei Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven als vielmehr bei Aaron Copland und Samuel Barber. Silbersteins Sprache knüpft an die Tradition früherer amerikanischer Komponisten wie Paul Creston, Peter Mennin und Vicent Persichetti an, und seine tonale Harmonie erinnert manche Zuhörende vielleicht an den Jazz der Mitte des 20. Jahrhunderts, insbesondere an dessen improvisatorische Freiheit. Wie ein Großteil der amerikanischen Kultur im Allgemeinen ist sie offen, extrovertiert und oft positiv gestimmt.