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„Der Erfolg, den diese Stücke am Hofe über mehrere Jahre hinweg in den privaten Konzerten des verstorbenen Königs hatten, und vor allem die hohe Anerkennung dieses großen Fürsten, hat mich schließlich dazu veranlasst, sie der Öffentlichkeit in gedruckter Form zu präsentieren. Die Beifallsbekundungen, die sie bereits erhalten haben, lassen mich hoffen,
dass sie wohlwollend aufgenommen werden.“ Mit diesen Worten leitet Robert de Visée seine 1716 erschienene Sammlung "Pièces de Théorbe et de Luth mises en partition, Dessus et Basse" ein. Sie stellt eine bedeutende Neuerung dar, da Werke für Laute, Theorbe und Gitarre erstmals in Partitur mit Ober- und Bassstimme veröffentlicht wurden. So konnten Ludwigs XIV. Lieblingsstücke nicht mehr nur solistisch, sondern auch in kammermusikalischer Besetzung aufgeführt werden.
Das Album von Marion Treupel-Franck und Axel Wolf verbindet de Visées Lautensuiten mit den "Brunetes anciennes et modernes appropriées à la flûte traversière avec une basse d’accompagnement" von Michel Pignolet de Montéclair. Die Sammlung populärer Melodien war von Liedern inspiriert, die Opernbesucher auf dem Heimweg sangen.