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Liszt: Via Crucis
 
Chor des Bayerischen Rundfunks / Dijkstra, Peter
Liszt: Via Crucis
 Erschienen am: 25.Sep.2026
 Komponist:  Cornelius, Peter / Liszt, Franz
 Label:  BR-KLASSIK
 Art. Nr.: 900534
 Kategorie:  Chor / Lied
 Format: CD
 EAN: 4035719005349
Die Kirchenmusik, die Franz Liszt in seinen späten Lebensjahren schrieb, war stets neu, radikal und durchaus eigensinnig – im Repertoire wurde sie oft zu Unrecht übersehen. Nun hat sich der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Peter Dijkstra dem zu Liszts Lebzeiten nicht aufgeführten Zyklus „Via Crucis“ angenommen. Das Album präsentiert den Live-Mitschnitt eines Konzerts vom April 2025 aus dem Münchner Prinzregententheater. Der Kreuzweg mit zumeist vierzehn Stationen der Passion Christi, von der Verurteilung über den Tod bis hin zur Kreuzabnahme und Grablegung, wurde über die Jahrhunderte an den überlieferten Schauplätzen in Jerusalem, auf Wallfahrten, Kirchen und anderen Orten gebetet. Franz Liszt dachte bei seiner Komposition vor allem an die Karfreitagsprozession im römischen Kolosseum. Er schrieb seine 14 Stationen des Kreuzwegs für Solostimmen, Chor und Orgel (ursprünglich Klavier), begeisterte sich aber für die Idee, ein Harmonium in die Ruinen des Kolosseums zu tragen, um dort seine musikalischen Andachten singen zu lassen. Doch es blieb bei der Vorstellung: Sein Spätwerk „Via Crucis“ wurde weder einstudiert noch veröffentlicht und traf auf entschiedene Ablehnung bei den Gralshütern des erzkonservativen Caecilianismus. Erst mit fünfzigjähriger Verspätung, am Karfreitag des Jahres 1929, wurde das Werk in Budapest uraufgeführt.

Liszt kannte den jungen Peter Cornelius, einen vielseitig begabten Komponisten, Geiger, Schauspieler, Lyriker, Librettisten und Feuilletonisten aus Mainz. Cornelius war in musikhistorischen Studien von Palestrina bis Bach fundamental geschult, als er sich Liszt und dem Kreis der „Neudeutschen“ annäherte. 1852 setzte er den Introitus der lateinischen Totenmesse „Requiem aeternam“ klassisch veredelt für Männerchor. Im selben Jahr legte ihm Liszt nahe, sich „mit aller Entschiedenheit auf die Kirchenmusik zu werfen“: ein Rat, den Cornelius freilich respektvoll ausschlug. Sein 1863 komponiertes Requiem hat nichts mit der katholischen Liturgie zu tun, sondern vertont ein Gedicht des Dramatikers Friedrich Hebbel: „Seele, vergiss sie nicht, Seele, vergiss nicht die Toten!“ – Beide Chorwerke Cornelius’ ergänzen das vorliegende Album.
Im Fachhandel und hier erhältlich:

 

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