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Reinhard Goebel, Gründer und Leiter der legendären Musica Antiqua Köln und Inhaber eines Lehrstuhls für Aufführungspraxis am Mozarteum Salzburg, arbeitet weiter unermüdlich an der Erstellung und Erarbeitung ‚neuen‘ Repertoires des 18. Jahrhunderts. Im Mai 2025 beschäftigte bei seiner Zusammenarbeit mit dem Münchner Rundfunkorchester einer meisterhaften Bearbeitung, die der Münchner Komponist Franz Gleißner um 1800 von Wolfgang Amadeus Mozarts „Gran Partita“ KV 361 angefertigt hatte. Die Originalfassung der Partita ist wegen der ungewöhnlichen Besetzung nur selten zu hören. Als 1800 eine Drucklegung anstand, wurde es in einer Bearbeitung für ein traditionell besetztes Orchester veröffentlicht, die unter dem Namen „Sinfonia concertante“ von eben Franz Gleißner im Auftrag des Musikverlags eingerichtet wurde.
Das seinerzeit berühmte Mannheimer Orchester hatte der Komponist und Kapellmeister Christian Cannabich mit nahezu militärischer Disziplin herangezogen und geformt. Der junge Mozart war fasziniert von dem Konzertmeister wie dem Klangkörper. Dessen „Sinfonia concertante“ ist ein perfektes Pendant zu Mozarts (und Gleißners) Sinfonia. Das Konzertstück für zwei Violinen und Orchester „ist in violinistischer wie auch in kompositorischer Hinsicht ein Endpunkt, der mit den altgedienten Kräften der Mannheimer Schule nicht übertroffen, vor allem aber nicht weiterentwickelt werden konnte.“