Gustav Mahler gab seiner sechsten Symphonie bei der Wiener Aufführung von 1907 den Beinamen „Tragische Symphonie“. Enigmatisch sind die Düsterkeit und vernichtende Ausweglosigkeit vor allem des Finales, geschrieben zu einer Zeit, als er sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht auf dem positiven Höhepunkt seines Lebens stand. Selbst seine Frau Alma konnte sich diesen Widerspruch nicht recht erklären. Die Verarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Erlebten und den Themen Abschied vom Leben, Sinn des Daseins, Tod, Erlösung, Leben nach dem Tod und Liebe geschah bei ihm – wie stets – in der Musik und durch Musik. Dieses Album mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines ehemaligen, langjährigen Chefdirigenten Mariss Jansons ist ein Mitschnitt der Aufführungen vom 4. - 6. Mai 2011 aus der Philharmonie im Gasteig in München.