Herzlich Willkommen bei NAXOS, dem weltweit größten Anbieter für klassische Musik

 
   
  
 
 
 
Home / NEUHEITEN
Elgar: Klavierquintett / Saint-Saëns: Klavierquintett
 
Various Artists
Elgar: Klavierquintett / Saint-Saëns: Klavierquintett
 Erschienen am: 01.Jan.1992
 Komponist:  Saint-Saëns, Camille
 Label:  eda records
 Art. Nr.: EDA4
 Kategorie:  Kammermusik
 Format: Digital
 EAN: 4012476000046
In seiner ersten Veröffentlichungsserie überhaupt widmete sich eda records seit den 1990er Jahren in insgesamt sechs Einspielungen der Gattung des Klavierquintetts, etliche der Produktionen waren Weltersteinspielungen. Das finnisch-deutsche PIHITPUDAS KVINTETTI (Pihtipudas Piano Quintet), künstlerischer Partner von eda records bei diesem Projekt, ist bis heute das einzige professionelle Kammerensemble, das ausschließlich in dieser Besetzung arbeitet; es feierte im Jahr 2013 sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Seither hat sich die renommierte Formation keineswegs nur mit den Kernwerken des Repertoires beschäftigt, sondern vielmehr zahlreiche unbekannte und vergessene Werke aufgefunden und wiedererweckt und das Spezialgenre des Klavierquintetts durch seine Entdeckungen und Einspielungen in besonderer Weise gepflegt. In dieser dritten Veröffentlichung innerhalb der Serie mit dem Pihtipudas Kvintetti wendet sich das Ensemble zwei Protagonisten der Nationalromantik zu. Edward Elgars Quintett gehört dabei zur Gruppe seiner vier letzten großen Werke, die mit dem legendären Cellokonzert op. 85 im Jahr 1919 abschließt. Diesen Werken wird oft ein herbstlicher Charakter zugesprochen; in der Tat stellen sie so etwas wie einen Gegenentwurf zu den meist monumentalen symphonischen Werken mit und ohne Chor dar, die Elgar vor allem bis zum Ende des 19. Jahrhunderts komponiert hatte und die ihm endlich den ersehnten (nationalen) Ruhm einbrachten. Die zyklische Form des Werkes ist klar erkennbar, jedoch verdient ein Motiv besondere Erwähnung. Es erscheint dreimal hintereinander am Ende des ersten Satzes. Dieses absteigende Viertonmotiv begegnet uns in dieser oder jener Form nicht nur immer wieder im Verlauf des Klavierquintetts, sondern auch an der ergreifendsten Stelle im Cellokonzert, nämlich dort, wo Elgar kurz vor Schluss auf den langsamen Satz zurückgreift und diesem Werk noch einmal eine Wendung ins Melancholische, fast Depressive verleiht. Offensichtlich hat ihn dieses Motiv in den letzten bedeutenden Werken wie ein Motto beschäftigt. Nach diesen Herbstwerken ist Elgar als Komponist so gut wie verstummt. Das Klavierquintett fasziniert die Hörer bis heute; unbestritten bleibt die Wirkung der geheimnisvollen Stimmung zu Beginn des Werkes, die Kritiker und Biographen immer wieder in ihren Bann gezogen hat. George Bernhard Shaw, mit dem Elgar eine späte Freundschaft verband, war bei der privaten Voraufführung im Sommer 1918 zugegen und erklärte, diese spannungsgeladenen Takte seien "the finest thing of its kind since Coriolan". Als Elgar und Camille Saint-Saëns sich 1913 trafen, lag die Komposition des Quintetts des Franzosen schon über 50 Jahre zurück. Er war zu dieser Zeit Organist an der Eglise de la Madeleine und schrieb, was man von ihm erwartete, nämlich Kirchenmusik. Dass er aber nach seinen inzwischen drei Symphonien nun auch noch ein Klavierquintett vorlegte, stieß auf Skepsis und Ablehnung. "Als junger Komponist begegnete er damals großen Schwierigkeiten, denn das französische Publikum stand der Kammermusik feindlich gegenüber, und der geniale Jüngling erstrebte den Triumph und die Pflege dieser 'höchsten' Musikgattung" (Jules Combarieu, 1901). Sowohl Symphonie als auch Kammermusik galten als Genres der deutsch-österreichischen Tradition, und mit der Pflege dieser in Frankreich als 'germanisme' missbilligten Gattungen begab sich Saint-Saëns auf ein gefährliches Terrain.
Im Fachhandel und hier erhältlich:

 

Naxos Newsletter