Astor Piazzollas Musiksprache, die weltweit bekannt ist und sich durch eine unverwechselbare Authentizität auszeichnet, hat eine weltweite Anerkennung gefunden. In der Tradition von Carlos Gardel erfand der argentinische Bandoneonist und Komponist den Tango in den 1950er Jahren neu und verlieh ihm eine neue ästhetische Identität. Diese war so kraftvoll, dass sie schließlich über den Tanz selbst hinausging und zur Grundlage des gesamten musikalischen Schaffens Piazzollas wurde. Sein Stil erfordert eine Art Initiation: Er ist geprägt von der unwahrscheinlichen Begegnung zwischen europäischer Kunstmusik und einer Volkskunst, die in den Barrios von Buenos Aires entstanden ist. Xavier Phillips und Les Solistes de Lausanne pflegen eine leidenschaftliche Beziehung zu dieser Musik, welche die Seele dieser Stadt atmet und zwischen Melancholie und Begeisterung schwankt.