Lange bevor sich das Genie Johann Sebastian Bachs voll entfalten konnte, ebnete eine Reihe kühner musikalischer Geister geduldig den Weg für den Aufstieg der Barockvioline. Sie lösten das Instrument aus dem Schatten der Singstimme und etablierten es als selbstbewusstes Soloinstrument von eigenem Rang. Von der kontrapunktischen Strenge Samuel Capricornus’ über die Eleganz von Krieger, Schmelzer, Westhoff und Vilsmayr bis hin zur theatralischen Brillanz Bibers beleuchtet dieses Album die Entwicklung einer vielfältigen deutschen Musiklandschaft. Louise Ayrton legt diese vergessenen Wurzeln frei und würdigt jene Visionäre, die die Grundlagen dafür schufen, dass die Violine schließlich zur uneingeschränkten Herrin ihrer eigenen musikalischen Erzählung werden konnte.