Heute gilt Ivan Wyschnegradsky als einer der Pioniere der mikrotonalen Musik, und seine Werke werden weltweit aufgeführt. Er schrieb zeitlebens auch Stücke für Soloklavier, die auf diesem Album, größtenteils erstmals vorliegen. Das Programm bewegt sich dabei rückwärts durch die Zeit: von der Étude sur le carré magique sonore, op. 40, bis zu den Préludes seiner Jugend, die 1916 in Sankt Petersburg entstanden, kurz bevor er Russland endgültig verließ, um sich in Paris niederzulassen, wo er bis 1979 lebte. Die Pianistin Martine Joste, eine enge Vertraute des Komponisten, brachte zahlreiche Werke Ivan Wyschnegradskys zur Uraufführung; er schätzte besonders ihr sensibles und dynamisches Spiel. 1983 gründete sie mit Claude Ballif die Ivan-Wyschnegradsky-Gesellschaft zur Förderung seines Werks. Die CD erscheint beim Label Shiiin als Koproduktion mit der Gesellschaft, unterstützt von der Francis and Mica Salabert Foundation, und enthält ein 33-seitiges Booklet in französischer und englischer Sprache.