„Im Grunde habe ich nur zwei Sinfonien: die Vierte und die Achte“, soll Schostakowitsch einmal gesagt haben. Jewgeni Mrawinski, dem die Sinfonie Nr. 8 gewidmet ist, schrieb in sein Tagebuch: „Ich habe den ganzen Abend damit verbracht, über die Form und den dramatischen Bogen von Schostakowitschs Achter nachzudenken und sie zu skizzieren. Sie bewegt mich jedes Mal aufs Neue noch tiefer. Vor allem der Abschnitt ‚Großer Terror‘ im ersten Satz!!“. Die Themen des Martyriums und der Verwandlung des Menschen in eine manipulierbare Marionette ziehen sich durch dieses beunruhigende und monumentale Werk, das als zweite Folge der Gesamtaufnahme mit dem Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchester unter der Leitung seines Musikdirektors Alain Altinoglu erscheint.