Während seines Aufenthalts in Mannheim zwischen Oktober 1777 und März 1778 erhielt Wolfgang Amadeus Mozart Aufträge für zwei Flötenquartette (KV 285 und KV 285a). Die Flöte war damals äußerst beliebt — vermutlich auch deshalb, weil Kurfürst Karl Theodor in der pfälzischen Residenzstadt als Amateur diese Instrument spielte. Eine graphologische Untersuchung legt nahe, dass das Quartett KV 285b wahrscheinlich erst 1786/87 in Wien entstand … Diese Werke haben für Anna Besson einen ganz besonderen Stellenwert, denn die Flötistin spielte sie bereits während einer ihrer allerersten Konzerttourneen im Alter von fünfzehn Jahren … Besonders am Herzen lag ihr zudem Franz Anton Hoffmeisters Bearbeitung der Sonate KV 311 — „wegen der Schönheit ihres Mittelsatzes und der außerordentlichen Feinheit, mit der der Verleger, ein enger Freund Mozarts, den Klaviersatz auf Flöte und Streicher übertrug und mit großer Eleganz neu verteilte.“