Nach der Erkundung der Gran Partita richtet Nicolas Baldeyrou in dieser zweiten Folge den Blick in Richtung der konzertanten Musik. Dabei begegnet er einerseits Mozart als dem jungen Genie der Pariser Zeit (Sinfonia concertante KV 297b) und andererseits dem vollendeten Meister des letzten Wiener Jahres (Klarinettenkonzert KV 622). Beide Persönlichkeiten des großen Meisters sind durch den Wunsch verbunden, das Instrument „singen“ zu lassen.
„Diese bedeutenden Werke auf historischen Instrumenten zu spielen, ist keine Übung in Sachen Nostalgie, sondern eine Suche nach akustischer Wahrheit“, sagt Baldeyrou. Für das Konzert ist die Verwendung einer Kopie der historischen Bassetklarinette unerlässlich, um die von Mozart intendierte melodische Linie, Tessitur und Klangfarben wiederherzustellen. Während die moderne Klarinette den Klang „homogenisiert“, bietet die historische Bassetklarinette eine unendliche Palette an Nuancen.
Gemeinsam mit der Kölner Akademie und führenden Solisten spielt Baldeyrou mit der dem Instrument eigenen Fragilität und modelliert jeden einzelnen Ton.