Hervé Niquet pflegt zu sagen, dass eine Aufnahme immer eine Quelle von Stress und manchmal auch von Spannungen sei: „Nichts davon war hier der Fall“, fährt er fort. Dieses Couperin/de-Lalande-Programm bringt er mit den Sängerinnen des Concert Spirituel bereits seit über zehn Jahren zur Aufführung: „Die sieben Sängerinnen kennen diese hochkomplexen Partituren in- und auswendig. Es wurde also höchste Zeit, das Ergebnis von zehn Jahren gemeinsamer Arbeit festzuhalten. (…) Mir gefällt vor diesem Hintergrund die Parallele zwischen den Sängerinnen des Concert Spirituel und den Nonnen, die diese Leçons de Ténèbres Jahr für Jahr ihr Leben lang in ihrem Kloster singen.“