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Für seine zehnte Soloaufnahme bei Alpha Classics und Outhere Music kehrt Nelson Goerner zu einem Komponisten zurück, den er besonders schätzt: Schumann – hier mit dem Davidsbund, jener imaginären Musikgesellschaft, die Robert Schumann im Kampf gegen die „Philister“ ins Leben rief, also gegen die als dekorativ und traditionalistisch empfundenen Musiker wie Rossini, Bellini oder Donizetti. Wenige Tage nach dem 14. August 1837, dem Datum seiner Verlobung mit Clara, begann Schumann mit der Arbeit an den Davidsbündlertänzen. Zwischen idyllischen Träumen und leidenschaftlichem Aufbegehren vermag Goerner hier seinen ausgeprägten Sinn für musikalisches Erzählen voll zu entfalten. Darüber hinaus widmet er seine feinsinnige Musikalität Händels 21 Variationen über die Chaconne in G-Dur, die er 1735 unter dem Titel Suite Nr. 2 veröffentlichte. Wienerische Anmut und virtuose Rauschhaftigkeit beschließen dieses Recital mit den Arabesken über „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß Sohn in der Bearbeitung des polnischen Komponisten Adolf Schulz-Evler (1852/54–1905).