Cheo Hurtado, Virtuose auf dem Cuatro und der Bandola Guayanesa, präsentiert einen Teil des umfangreichen traditionellen venezolanischen Repertoires, das hauptsächlich aus der vorbarocken und barocken hispanischen Musik stammt: melodischer Reichtum und rhythmische Kraft.
Die spanische Eroberung erreichte Venezuela relativ früh. Christoph Kolumbus war bereits bei seiner dritten Reise im Jahr 1498 in der Nähe des Orinoco-Deltas gelandet. Da Venezuela in der Nähe von Santo Domingo und Kuba lag, die das Tor zu allen Kontakten mit der Heimat darstellten, hatte das barocke Europa umgekehrt auch einen großen musikalischen Einfluss. Neben kirchlicher und weltlicher Kunstmusik wurden auch spanische Volksmusikformen auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent bekannt. Diese Musikformen hatten möglicherweise bereits in Spanien afrikanische und amerikanische Einflüsse aufgenommen. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich zu traditioneller Musik.
Cheo Hurtado lernte von seinem Vater das Cuatro-Spiel, trat schon in jungen Jahren als Solist auf und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Er spielte mit verschiedenen Gruppen, darunter „Gurufío” (eine der beliebtesten Bands Venezuelas). Außerdem spielt er Bandola Llanera, Mandoline und kubanische Tres.