Hans Winterberg gehört zu den jüdischen Komponisten seiner Generation, die Verfolgung und Nationalsozialismus überlebten. In Prag ausgebildet und von der neuen tschechischen Musiktradition geprägt, nannte er selbst Arnold Schönberg als einen seiner Ausgangspunkte. Seine Musik verbindet einen mitteleuropäischen Impressionismus mit komplexen rhythmischen Strukturen.
Die Sinfonie Nr. 2 und das Klavierkonzert Nr. 2 entstanden unter denkbar unterschiedlichen Lebensumständen. Winterberg komponierte die Sinfonie zwischen 1943 und 1946 in einer der dunkelsten Phasen seines Lebens. Das Klavierkonzert entstand nur wenige Jahre später, 1949 bis 1951, als sich ihm nach seiner Übersiedlung in die junge Bundesrepublik Deutschland neue künstlerische Perspektiven eröffneten.
Jonathan Powell übernimmt den Solopart im Klavierkonzert; Roland Kluttig dirigiert die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.