Die deutsche Komponistin Johanna Senfter war Schülerin Max Regers, der ihre musikalische Begabung erkannt hatte und sie zu einem Aufbaustudium in seiner Kompositionsklasse in Leipzig ermutigte, das sie 1909 mit Auszeichnung abschloss. 1910 wurde ihr der Arthur-Nikisch-Preis für die beste studentische Komposition des Jahres überreicht. Aus einer wohlsituierten Industriellenfamilie stammend, war sie finanziell unabhängig und konnte sich Zeit Ihres Lebens ganz ihrer kreativen Schaffenskraft zuwenden. Neben zahlreichen Kammermusikwerken hinterließ sie 9 Sinfonien. Vom jugendlichen ‚Sturm und Drang’ der ersten Sinfonie (1914), bis zu der, nach zwei durchlebten Weltkriegen, nachdenklich erschütternden 9. (1949), lässt sich hier die Entwicklung ihrer musikalischen Klangsprache nachvollziehen. Chelsea Gallo dirigiert die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.