Der Pianist Lars Jansson und der Gitarrist Erik Söderlind haben im Laufe der Jahre eine gemeinsame melodische Sprache entwickelt, in der verschiedene ‚musikalische Momente’ nun in dreizehn Originalkompositionen kulminieren, die ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Das gesamte Spektrum ist hier vertreten: vom hart swingenden Bebop bis hin zu Romantik und Melancholie. Wer sowohl Lars Jansson als auch Erik Söderlind über die Jahre hinweg verfolgt hat, kann auch feststellen, dass Lars Jansson in gewisser Weise die Mentorenrolle übernommen hat, die der legendäre Kjell Öhman früher für Erik Söderlind innehatte. Gleichzeitig ist Erik Söderlind selbst in den letzten Jahren zum Mentor und Vorbild für viele junge Jazzmusiker geworden. Dies scheint auch zu einem reiferen und kontemplativeren Ton in seinem früher so gefeierten Gitarrenspiel geführt zu haben. „Jazzprofessor“ Lars Jansson ist längst ein bedeutender Pädagoge, der sich selbstbewusst in der internationalen Jazzszene bewegt und unter anderem in Japan ein großes Publikum hat. 2022 wurde er für seine Verdienste mit dem Großen Preis für Jazz der Königlich Schwedischen Musikakademie ausgezeichnet. Fast zwei Jahre nach dem ersten Album der Gruppe, „What The Moment Brings“, ist der Nachfolger da. Schon nach wenigen Minuten stechen die schönen Kompositionen hervor, gespielt von dieser hervorragenden Gruppe von Musikern. Die beiden starken und lyrischen Leader werden durch die hervorragende Rhythmusgruppe von Niklas Fernqvist mit seinem eleganten Ton und Paul Svanberg mit seinem unbestreitbaren Swing ergänzt.