Mit „Made in Germany“ eröffnet das texanische Olmos Ensemble eine neue Editionsreihe, die selten gespielte Kammermusik aus verschiedenen Ländern in den Mittelpunkt stellt. Den Auftakt bilden Werke deutscher Komponisten, die einen Bogen vom späten 19. bis ins frühe 21. Jahrhundert spannen und dabei ungewöhnliche Besetzungen und selten gehörtes Repertoire präsentieren.
Im Zentrum steht Richard Strauss’ „Don Quixote“ in der Bearbeitung von László Varga für sechs Instrumente, die hier erstmals eingespielt wird. Ergänzt wird das Programm durch Rudolf Tillmetz’ lyrisches „Nocturne“ für Flöte, Horn und Klavier – eines der wenigen romantischen Werke für diese Besetzung – sowie Ruth Schonthals „Theme and Variations“ für Flöte solo, ein eindrucksvolles Spätwerk der deutsch-jüdischen Komponistin.
Mit Musikern führender nordamerikanischer Orchester widmet sich das Olmos Ensemble diesen Entdeckungen mit großer stilistischer Vielfalt und kammermusikalischer Präzision. So eröffnet „Made in Germany“ den Blick auf weniger bekannte Facetten deutscher Musikgeschichte und auf Werke, die eine Wiederentdeckung verdienen.