Der Pianist und Komponist Nicolas Namoradze widmet sich auf diesem Album einigen der kühnsten und anspruchsvollsten Klavierwerken Ludwig van Beethovens. Im Zentrum stehen zwei große Fugen: das Finale der „Hammerklavier“-Sonate B-Dur op. 106 und die „Große Fuge“ op. 133 in Namoradzes eigener, 2025 entstandener Bearbeitung für Klavier solo.
Ausgehend von Beethovens eigener Fassung der „Großen Fuge“ für Klavier zu vier Händen überträgt Nicolas Namoradze die ursprünglich für Streichquartett komponierte Musik auf ein einzelnes Klavier. Seine Bearbeitung, die hier als Ersteinspielung vorliegt, rückt die komplexen kontrapunktischen Strukturen ebenso in den Mittelpunkt wie die rhythmische und klangliche Radikalität des Werkes. Der direkten Gegenüberstellung mit der Schlussfuge der „Hammerklavier“-Sonate stellt Namoradze die kürzere, von starken Kontrasten geprägte Klaviersonate F-Dur op. 54 voran.
Nicolas Namoradze wurde in Tiflis geboren und wuchs in Budapest auf. 2018 gewann er die Honens International Piano Competition, 2022 wurde er vom UK Critics’ Circle zum Pianisten des Jahres gewählt. Zu seinen Lehrern und Mentoren zählen unter anderem Emanuel Ax, Zoltán Kocsis, András Schiff und Eliso Virsaladze.