Peter Donohoe ist mit allen großen Londoner Orchestern sowie zahlreichen europäischen und amerikanischen Orchestern aufgetreten. Er hat nicht weniger als 18 Mal bei den BBC Proms gespielt. Zu seiner beeindruckenden Diskografie gehören die Gesamteinspielungen der Sonaten von Sergei Prokofjew und Alexander Skrjabin sowie die gesamten Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart. Nun erscheint seine neueste Veröffentlichung: „The Chopin I Love“ – ein Titel, den er von einer der prägendsten Aufnahmen seiner Jugend entlehnt hat, einer LP von Arthur Rubinstein. Donohoes persönliche Auswahl umfasst Werke, die ihn schon immer besonders angesprochen haben und die zugleich zu den anspruchsvollsten, einzigartigsten und bedeutendsten Klavierstücken gehören, die je geschrieben wurden. Die bedeutendsten Werke dieser Sammlung sind die Präludien op. 28, die aufgrund ihrer technischen Anforderungen zu Frédéric Chopins virtuosesten Werken zählen. Obwohl Chopin nicht unbedingt beabsichtigte, dass alle 24 Präludien – eines in jeder Tonart – als Gruppe gespielt werden sollten, werden sie hier als vollständiger Zyklus aufgeführt, was ein faszinierendes und befriedigendes Hörerlebnis bietet. Chopin schrieb ein weiteres einzelnes Präludium, Op. 45, das eine längere und detailliertere Etüde darstellt als die einzelnen Stücke des Opus-28-Zyklus, mit Ausnahme des „Regentropfen“-Präludiums. Chopins Barcarolle, Op. 60 ist inspiriert vom wiegenden Rhythmus des traditionellen Volksliedes, das von venezianischen Gondolieri gesungen wird. Es ist zudem neben seiner Polonaise-Fantasie, Op. 61, eine seiner letzten großen Kompositionen. Chopins unverwechselbarer Klang beinhaltet oft den nationalen Charakter seines Heimatlandes Polen, und dieses Stück bezieht seinen Charakter aus dem polnischen Tanz, während die Fantasie ihm harmonische Komplexität und eine verschlungene Form verleiht. Für Peter Donohoe sind die 2 Nocturnes, Op. 62, der Höhepunkt dieser musikalischen Form; diese innig-ausdrucksstarken Werke sind Chopins letzte Kompositionen in diesem Genre. Die 3 Écossaises, Op. 72 Nr. 3, die dieses Recital abschließen, gehörten zu den ersten Stücken, die Donohoe jemals kennenlernte.