Das 2015 gegründete A-cappella-Vokalquintett Papagena setzt sich aus den Sopranistinnen Elizabeth Drury, Imogen Ram-Prasad und Suzzie Vango, der Mezzosopranistin Shivani Rattan und der Altistin Sarah Tenant-Flowers zusammen. Was Papagena auszeichnet, ist ihr herrlich abenteuerliches Programm, das sich nicht in eine Schublade stecken lässt: mittelalterliche, klassische, volkstümliche und zeitgenössische Musik aus aller Welt, die mit Repertoire von Hildegard von Bingen bis Katy Perry und allem, was dazwischen liegt, kombiniert wird. Auch das neue Programm auf ihrem Album „Tomorrow is Today: Songs of
love, beauty and the passing of time“ ist gewohnt vielseitig. Einige Beispiele: „The Gallant Weaver“ nach einem Text von Robert Burns erzählt von der aufrichtigen Liebe eines bescheidenen Mädchens zu ihrem Weber. „Sì Ch'io Vorrei Morire“ (Ja, ich möchte sterben), ein Madrigal von Claudio Monteverdi, handelt von leidenschaftlicher sexueller Anziehung. „Oy Khodyt Son“ (Oh, der Schlaf kommt) ist eine traditionelle ukrainische Melodie über die Liebe innerhalb einer Familie. Henry Purcells „Music for a while aus“ stammt aus seiner Bühnenmusik zu John Drydens und Nathaniel Lees Stück Oedipus von 1692. „Holi“, in einer Vertonung von Papagenas Mezzosopranistin Shivani Rattan, ist ein indisches Festlied. Aus einer Sammlung der frühesten erhaltenen Beispiele für mehrstimmige Musik in englischer Sprache stammt das Lied „Ther is no rose“. Das Titellied „Tomorrow is Today“, das von Papagena bei Janet Wheeler in Auftrag gegeben wurde und einen Text von Sarah Cattley, der Tochter des Komponisten, enthält, trägt den Untertitel „Dawn Chorus“ und ist voll von Anspielungen auf Vögel, die den Namen des Ensembles auf die Frau des Vogelfängers in Mozarts Zauberflöte zurückführen.