Eugen d’Albert war einer der großen Pianisten seiner Zeit und komponierte eine Reihe spannender Stücke für dieses Instrument. Die ausdrucksstarken, zukunftsweisenden Harmonien der „Suite“ sind ebenso bemerkenswert wie der barocke Stil des Werks. Die „Vier Stücke“ – sowohl pyrotechnisch brillant als auch nachdenklich – zeigen einen gewissen Franz Liszt’schen Einfluss, und das „Albumblatt“ ist ein heiteres, besinnliches Stück. In diesem Recital spielt Sofja Gülbadamova auf d’Alberts eigenem Steinway von 1898, der kürzlich restauriert wurde und nun in seinem ehemaligen Wohnhaus, der Villa Teresa in Coswig, ausgestellt ist. d’Alberts „Impromptu“, das Gülbadamova im Brahmshaus in Baden-Baden entdeckte, ist hier in einer Weltpremiere-Aufnahme zu hören. Die Pianistin Sofja Gülbadamova, Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, wird für die ‚poetische Schönheit‘ ihres Spiels sowie für ihre ‚erstaunliche Musikalität, klangliche Fantasie‘ und ‚die Leichtigkeit ihrer Beherrschung des Instruments und ihr überraschend vielfältiges interpretatorisches Spektrum‘ gelobt. Einen Großteil ihrer Karriere hat sie der Musik des ungarischen Komponisten Ernő Dohnányi gewidmet und mehrere Alben mit dessen wichtigsten Klavierwerken aufgenommen. Zu ihren jüngsten Auftritten zählen Konzerte unter der Leitung berühmter Dirigenten wie Alevtina Ioffe und Antoni Wit. Sie trat zudem in bedeutenden Sälen wie der Elbphilharmonie in Hamburg und der Philharmonie in Berlin sowie an anderen wichtigen internationalen Veranstaltungsorten und bei Festivals auf.