Die ukrainische Geigerin Solomiya Ivakhiv verleiht dem reichen musikalischen Erbe ihres Landes in „Music of Resilience“ einmal mehr Ausdruck. Das Album thematisiert den fortdauernden Krieg in ihrer Heimat und enthält neue Werke: Victoria Vita Polevás ergreifende Klagelied „Bucha. Lachrimosa“ sowie zwei Stücke von Bohdan Kryvopust: das kraftvolle Gedenkstück „On the River“ und die von der Volksmusik inspirierte „Ukrainian Suite“. Hanna Havrylets’ „Ex Libris“ stammt aus dem Jahr 1993 und bedient sich Techniken der Volksmusik, die eher auf Verzierungen als auf Entwicklung setzen. Als Vertreter einer früheren Generation sind hier die romantischen Werke von Osyp Zalesky und Roman Prydatkevych in Bearbeitungen von Bohdana Frolyak zu hören. Als Zugabe spielt Ivakhiv Yuriy Shevchenkos Bearbeitung der ukrainischen Nationalhymne.
Die ukrainisch-amerikanische Geigerin Solomiya Ivakhiv ist eine gefeierte Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin. Ihre Aufnahmen wurden in den Sendungen „Performance Today“ von NPR, bei „Sirius XM Symphony Hall“ sowie bei großen Klassikradiosendern in den gesamten Vereinigten Staaten gespielt und haben es in die iTunes- und Spotify-Charts geschafft. Dr. Ivakhiv ist seit 2010 künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Music at the Institute“ (MATI) in New York City, wo sie sich für ukrainische klassische Musik einsetzt. Außerdem ist sie künstlerische Leiterin des Caspian Music Festival in Greensboro, Vermont. Als Absolventin des Curtis Institute of Music und der Stony Brook University ist sie Professorin für Violine und Viola sowie Leiterin der Streicherabteilung an der University of Connecticut. Im Jahr 2021 wurde ihr der Titel „Ehrenkünstlerin der Ukraine“ verliehen, die höchste kulturelle Auszeichnung des Landes.