Der renommierte Gitarrist Christophe Dejour hat hier vier Werke zusammengestellt, die aufgrund unvorhersehbarer und in einigen Fällen schicksalhafter Umstände erst viele Jahre nach ihrer Komposition uraufgeführt wurden. Sowohl Óscar Esplas bahnbrechendes „Tempo di Sonata” als auch Ignace Strasfogels monumentales „Prelude, Elegie and Rondo” wurden für Andrés Segovia geschrieben, blieben jedoch jahrzehntelang verborgen. Alois Hábás vernachlässigte „Gitarrensonate” ist ein fantastisches Werk von höchster musikalischer Qualität. Die Musik von Antonio José wurde unter dem Franco-Regime in Spanien verboten, doch seine außergewöhnliche „Gitarrensonate”, die 1933 komponiert und erst Ende der 1980er Jahre wiederentdeckt wurde, erweist sich als wahres Meisterwerk. Christophe Dejour wurde 1968 in Kopenhagen geboren und studierte an der Königlich Dänischen Musikakademie sowie an der École Normale de Musique in Paris, wo er bei Alberto Ponce studierte. Dejour hat Werke dänischer Komponisten sowohl in Dänemark als auch im Ausland uraufgeführt. Er trat im Radio und Fernsehen auf und wirkte an Aufnahmen neuer dänischer Musik mit. Außerdem war er mehrfach als Konzertveranstalter tätig und arrangierte Musik für das Theater. 1997 gründete Dejour das Gitarrenensemble Trio Campanella, das internationale Anerkennung fand. Dejour hat viel Zeit in Recherchen und Nachforschungen investiert, um die Manuskripte zu finden, die „Tales of Fate“ ermöglicht haben, und seine praktische Herangehensweise bei der Überarbeitung und Abänderungen einiger Aspekte dieser Partituren, um sie besser spielbar zu machen, wird hoffentlich dazu führen, dass diese Stücke in Zukunft eine prominentere Rolle im Standardrepertoire der Gitarre einnehmen werden.