Seit über vier Jahrzehnten erschafft Mogens Christensen (geb. 1955) eine einzigartige musikalische Welt, in der die Fluidität von Träumen auf eine aphoristische, kristallklare Präzision trifft. Seine Werke schöpfen oft aus Inspirationsquellen wie Naturphänomenen, nordischen Mythen oder literarischen Anklänge und führen den Zuhörer durch Landschaften von intensiver atmosphärischer Tiefe. Mogens Christensen (geb. 1955) ist einer der bedeutendsten musikalischen Kommunikatoren Dänemarks, sei es im Unterricht mit Kindern und Studenten oder beim Komponieren von Musik, die das Poetische und das Funktionale zu verbinden vermag. Poesie und Literatur haben Christensens Karriere maßgeblich geprägt, und auf dieser Veröffentlichung entfaltet er zudem seine Beschäftigung mit Mythen und Fabelwesen. Das Album präsentiert eine Reihe von Kammermusikwerken. Das Titelwerk „Gura – The Growing Darkness“ ist inspiriert vom Mythos des dänischen Autors Johannes V. Jensen über die Figur Gura, einen ‚Nebel' der ‚in der Scheide zwischen Tag und Nacht' existiert und als wachsende Dunkelheit immer mehr die Oberhand gewinnt. Das neueste Werk „Flumina mortis“ aus dem Jahr 2022 wurde für das renommierte Messiaen Quartet Copenhagen geschrieben. Der Titel ist lateinisch für „Flüsse des Todes“ und bezieht sich auf die fünf Flüsse in der Unterwelt des Hades, denen jeweils ein Satz gewidmet ist.